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12. CANYON Rhein Hunsrück MTB Marathon in Rhens

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Am Sonntag den 3.7.11 hatte Rhens zum 12. CANYON Rhein Hunsrück MTB Marathon geladen. Also eine gute Möglichkeit, um mal über den Tellerrand des hiesigen Renngewimmels hinauszuschauen. Gedacht, getan. Am Samstag mit Vollgas über die A3 Richtung Koblenz/Rhens, im ersten gerade stehenden Hotel am Platz eines ansonsten von krummen und schiefen Fachwerkhäuschen geprägten Örtchens eingecheckt und somit beste Startposition für die 50km Mittelstrecke am Folgetag ergattert. Denn diese startete....richtig! Direkt vor den Stufen zum Hotel ;-)

Die Tagesaufgabe bestand aus 50km und ca 1400hm (laut meinem Garmin) bzw 1200hm lt Veranstalter. Ausgerechnet hatte ich mir nur den Sieg über den inneren Schweinehund der da schrie: „Niemals machbar unter 3 h!!!“ und ein geflüstertes „...bei dieser (zugegebenermaßen ausbaufähigen ;-)) Trainingsdisziplin...“ Somit war die Renndevise klar: „FEUER!“. Das ging auch ganz gut im bewährten RSG-Windschatten des E.H.-Pfluges......aber nur 10Minuten. Dann war ich feddich und der Troß auf und davon....So what! Ging ja auch den Berg hoch. Dann eben doch RTF-Modus wie ja eigentlich auch ausgeschrieben ;-) Aber das hatte wohl nur ich gelesen. Da die Anreise auf den letzten Kilometern permanent abwärts Richtung Rheinufer ging war ja klar was kam: Höhenmeter. Bei bester Witterung in feinster Ausprägung auf Waldwegen und Trails mit teils atemberaubendem Panorama. Atemlos war ich, gelegentlich sogar hypoxisch, aber ich fürchte nicht wegen der Aussicht..... Nur so ist zu erklären, dass die wirklich halsbrecherischen Trail-Geröll-was-ist-das-hier?-Abfahrten in den Weinbergen hunderte Meter über dem Rheinufer nicht für Schwindel sondern Rauschgefühle sorgten.

Die Strecke punktete insgesamt mit mittellangen Anstiegen, kurzen Rampen und technischen Abfahrten. Dies kam der Kondition entgegen, so dass es dann doch runder lief als gedacht. Nach der letzten „sprudeligen“ Verpflegung rumorte es zwar ungut in der Magengegend, aber die bisher gefahrene Zeit ließ Hoffnung auf Spiel, Satz und womöglich Sieg im Match gegen eine mittlerweile unverschämt vorlauten Schweinehund aufkommen.

Was soll ich sagen. Es hat gelangt und für meine Verhältnisse komfortabel: 02:52:40 lang dauerte mein Spaß/Qual/Ritt/Kampf/Schmerz/Irsinn; Mein Mitstreiter brauchte 02:38:28 und war somit schon wieder rosig und von der Atmung her normofrequent als ich im Geschwindigkeitsrausch ins Ziel preschte.

Fazit: Es hat gerockt! Fahrt da hin!