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24 Stunden Rennen in Kehlheim

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von Roger Hagelstein


24 Stunden Rennen in Kehlheim – ein RSG-Sekundenkrimi am Wochenende.

  
… und so begab es sich, dass 5 Mannen der RSG auf Anregung der Regensburger Filiale (à danke an den lieben Eugen Kerkhoff) Meldung machten für ein 24 Stunden Rennen in Kehlheim. Natürlich wusste keiner so richtig worauf er sich da eingelassen hatte, aber so what …Hauptsache Rennen, viel Spass und viel Drehmoment auf der Kurbelachse.
 
 
Im www war die Strecke anzuschauen, aber wie setzt man so ein Profil in physische (Dauer)Leistung während eines 24 h-Rennens um ?? Also - die Aufgabe bestand darin ca. 170 Hm je Runde à 17,2 km so oft und so schnell wie möglich in 86400 sec zu absolvieren.
 

 

Also machten sich Bernhard, Peter und Roger (Möstl, Herbert und Hagelstein) in der Früh’ des 10. Juli auf den Weg nach Kehlheim. Eugen, als gute Fee, hatte schon unser Fahrerlager (seinen Wohnwagen) in optimalster Position zum Start-Ziel-Bereich positioniert und entsprechend Fläche für uns „geclaimt“ !! Andreas (Mayer) musste noch ein Drachen-Boot-Rennen in Wertheim bestreiten und würde später zu uns stoßen.
 
 
Dies sei vorweg genommen à für uns unbegreiflich, dass neben den 175 - 5er Teams auch noch 100 Einzelfahrer gemeldet hatten … ?? Angekommen sind letztlich 81 Einzelfahrer (mit WAHNSINNS-Leistungen !!) und 132 - 5er Teams. Und wir RSG’ler mittenmang.
 
 
Was Anfangs noch wie ein gemütlicher Camping-Ausflug am Wochenende aussah, entpuppte sich ganz schnell als eine aüßerst anspruchsvolle Angelegenheit. Im Prinzip war die Reihenfolge der Ereignisse so: à ca. 30 min „volle Pulle“ treten was geht und Rennen fahren, an den nächsten Fahrer übergeben, dann zu Atem kommen, VIEL VIEL trinken, ein wenig essen, ein wenig ausruhen und … ca. 30 Min „volle Pulle“ …
 
 

 

 

 

Bild 2      RSG-Camping vor dem Start / Friede, Freude, Eierkuchen im „Fahrerlager“.
                Katrins Kuchen und Nudelsalat waren köstlich !!

 

 

Bild 3      Auch bei den Nachbarn den Damen von „Hösl Weißbier                 Resis“ (vgl. Bild 13)– Ruhe vor dem Sturm

  

In der Anfangsphase wurde in der Reihenfolge: Eugen / Bernhard / Peter / Roger gefahren.
 

 

Bild 4      Anfangsformation der RSG – v.li.n.re.. Peter/Roger/Bernhard/Eugen – vorne Fahrrad !!

    

Beim neutralisierten Start sieht Eugen noch reichlich entspannt aus (noch!).
 

 

Bild 5      Neutralisierter Start um 13:40 / Scharfer Start um 14:00 Uhr

Im Laufe des Rennens wurden die Wechsel dann richtig hektisch – die anfängliche Ruhe musste dem allseits ausgebrochenem Rennfieber weichen.

 

 

Bild 6      Das Rennvirus befällt auch die rookies !!
                Peter fuhr nach dem Motto: wenn schon mein erstes Rennen, dann ein richtiges !!
                à Hey Peter – SUPER Performance.

   

Nachdem jeder drei Runden gefahren war, freuten wir uns dass Andreas zu uns stiess – bedeutete dies doch ungefähr eine halbe Stunde länger Pause !! Zu diesem Zeitpunkt wurden die 8% Steigungen teilweise schon auf dem kleinen Blatt gefahren. Weiter war die Erkenntnis gereift: besser eine langsame Gruppe oben an der Kuppe erwischen als 12 km Einzelzeitfahren gegen den (mitunter heftigen) Wind zu üben. Dies ließ sich jedoch im Verlauf der 24 Stunden für keinen von uns vermeiden. Eigentlich sind alle mindestens 3 Runden als Individualisten über den Parcours gehetzt.
 
 
Überraschend kamen noch zwei weitere bekannte Gesichter nach Kehlheim. Patrizia und Henning wollten eine Damenfrauschaft verstärken / Henning mental. Die dann, dank der beiden, auf dem dritten Platz der Damen-Teamwertung das Rennen beendete. Dies war auch spannend, aber „längst nicht so aufregend“ wie unser Sekunden-Krimi!!

 

Bild 8      Zwei RSG’ler – die das Damen-Rennen entscheidend beeinflussten

   

Die Nacht wurde zum Tag dank Patrizias Lupine – der Leuchtkegel dieses unscheinbaren „Lämpchens“ rief allgemeines Raunen im Wechselbereich hervor – man brennt quasi ein Loch in die Nacht!! Die Nacht selbst ging relativ schnell vorbei, da jeder von uns bei seinen Runden eine gute Gruppe erwischte und somit das Rennen einfach tierischen Spaß machte – die Rundenzeiten waren im grünen Bereich, die Moral ungebrochen, die Beine waren gut und wurden naturgemäß langsam schwer (aber bei allen!!).

 

Bild 9      Zwei RSG’ler – die die Nacht unterschiedlich verarbeiten !!

   Und dann kurz vor Ablauf der 24 Stunden, wurde es richtig spannend – das Rennen im Rennen: RSG Würzburg gegen Osram Regensburg !!

 
Wir befinden uns in der jeweils letzten Runde der RSG-Fahrer – die bis dahin ca. 155 km Anschlag gefahren sind. Bis hierhin waren wir immer zwischen dem 42 ten und dem 40 ten Rang hin und her gelegen. Um uns herum immer das Team Osram…als Roger an Andreas den 40ten Platz mit 10 sec Vorsprung vor Osram übergibt, fährt Andreas sich das Mark aus den Knochen, findet aber keine Gruppe und muss quasi eine Biathlon-Strafrunde drehen (allein gegen sich und den Wind!!). Nach übermenschlicher Anstrengung über das Ende seiner Kräfte hinaus gehend kommt er in’s Ziel und Eugen geht mit 3 sec Rückstand auf die Osrams in den Ring!! Aber Eugen wäre nicht Eugen, …, er bleibt stets auf Tuchfühlung mit dem Osram-Mann und bei der allerletzten Gelegenheit hat er alles was er hatte hinein geschmissen und … wir werden mit 1 sec Vorsprung 40 te vor den Osrams !! Hey Jungs – das war allererste Sahne !! Bernhard will in dieser Situation auf keinen Fall was anbrennen lassen und geht 27 min vor Schluss noch mal auf die Strecke um den letzten Osram zu halten. Beide werden aber nicht mehr gewertet. Dennoch haben die Jungs bis zum Schluss alles gegeben und gekämpft!! Super!!
 
 
Sodele … wenn man sich jetzt vorstellt, dass der beste Einzelstarter 46 Runden (in Worten 46 Runden = 792 km !!) gefahren ist, wird man gaanz gaanz kleinlaut … oder ?? Eine irre Leistung. Auch die sonstigen Leistungen sind sehr beeindruckend: Frauen Einzel – 35 Runden / Männer Team – 56 Runden / Frauen Team – 50 Runden / Masters (Alter mehr als 250 Jahre!!) – 51 Runden.
 
 
Fazit: es war eine tolle Veranstaltung in einem schönen Ambiente bei (für mich) idealen Temperaturen (sorry!!). Ich glaube wenn unsere schnellen Jungs da antreten würden ginge was. Wir sollten die Kehlheimer-Homepage ein wenig im Auge behalten und Eugen evtl. zum Kauf eines größeren Wohnwagens ermutigen, falls bei der nächsten Austragung dann mehrere RSG-Teams auf der Matte stehen … !!??
 


Auf jeden Fall war es für uns ein Erlebnis das wir gerne wiederholen möchten.
 
Nochmals einen herzlichen Dank an Katrin und Alena für Speis, Trank und den moralischen Support, an Eugen für die Organisation und die Vorbereitungen und naturellement an die Jungs für das Mitmachen!!
 

 

Bild 11    So kann man strahlen nach 826 km „Volle Pulle“ !!
                Schön war’s.

 

 

Bild 12    Katrin und Alena

   

Ähnlich spannend verlief Patrizias Rennen. Hier ging es auch lange Zeit hin und her, bis ebenfalls erst kurz vor Ende dann doch die entscheidenden Sekunden herausgefahren wurden und der dritte Platz in der Damenwertung gesichert war.

 

Bild 13    Auch knappe Entscheidung bei den Damenteams

 

 

Bild 14    Patrizia in der Wechselzone

   

è Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr !!
 
 
Bis denn dann …. Roger
 
Übrigens, Peter denkt schon drüber nach was er beim nächsten Mal – dann als alter Rennhase - alles anders machen will !!
 

Ergebnisliste Frauen