Skip to main content

24 Stunden von Kehlheim - Hitzeschlacht in Niederbayern

Posted in

von Henning Frankenberger

 

 

Am Wochenende des 10. und 11. Juni 2010 fand die bereits 14. Austragung der 24 Stunden von Kehlheim statt (www.race-24.de). Die RSG Würzburg war mit einem Herrenteam bestehend aus Roger Hagelstein, Peter Herbert, Eugen Kerkhoff, Andreas Meyer und Bernhard Möstl am Start. Patrizia Mützel wurde kurzfristig in das Damenteam der Zeitschrift „Fahrrad News“ eingeladen und komplettierte damit eine Gruppe des Corratec-Löffler-Teams, die Patrizia bei der Transalp 2009 kennen gelernt hatte.

Eugen Kerkhoff ging in eine äußerst beherzte Startrunde für die RSG Würzburg. Mit frischen Kräften und großer Motivation legte der „Exil-Würzburger“ die mit Abstand schnellste Zeit auf der leicht verkürzten Einführungsrunde vor. Das Würzburger Team startete zunächst mit lediglich vier Fahrern in den ersten vier Stunden bis Andreas Mayer mit frischen Kräften hinzukam und die Teamkollegen unterstützte.

Eugen hatte bereits Tage zuvor einen strategisch äußerst günstigen Platz für die „Würzburger-Wagenburg“ in Start-/Zielnähe reserviert, die Ausgangpunkt für das rot-gelbe Team werden sollte. Wie es der Zufall so wollte war auch das „Fahrrad News“ Damen Team in dem Patrizia fuhr direkt vis-a-vis auf dem gleichen Platz postiert. Auch die Kolleginnen kannten sich aus und wussten um die Vorzüge dieses Standortes. So kam es, dass die Würzburger Trikots immer wieder zueinander fanden und die Herren das Damenteam auch mit frisch gebrühtem Kaffee unterstützen konnten. Besonders schön, dass die Würzburger Farben stets präsent waren. Alle trugen stets das Vereinstrikot, auch Eugen, der aber dennoch von den Kollegen des Ratisbona Regensburger Radclubs angefeuert wurde.

Das Würzburger Herrenteam war schnell und vor allem konstant unterwegs. Es wurden keine Pausen gemacht und keine Zeit liegen gelassen. Roger hatte mächtig Form von der Transalp, Peter, das „schlampige Talent“ fand nach harter erster Runde immer besser in Tritt, Bernhard „Physio“ Möstl war sehr schnell, spürte aber mit Verlauf des zweiten Tages wie alle anderen Teilnehmer auch die aufkeimende Müdigkeit und Andi Meyer hielt - mit leichter Verzögerung angereist - auch zum Ende hin die Pace hoch. So arbeitete man sich in der Gesamtwertung langsam aber unwiderstehlich nach vorne.

Patrizias Team lag von Beginn an auf dem fünften Platz. Mit Beginn der Nacht sah sich die Teamleitung die Zeiten der Fahrerinnen genauer an. Platz drei und vier lagen nicht weit entfernt. Gleichzeitig hatte eine Fahrerin der „Fahrrad News“ schon früh Probleme. Man nahm diese daraufhin aus dem Rennen und die Mädels kreisten nur noch zu viert um den Rundkurs. Dies zeigte Wirkung. Der vierte Platz wurde erreicht, aber die Erholungszeiten wurden kürzer. So wie bei den Herren zu Beginn des Rennens.

Die Nacht verlief ruhig, die Begeisterung der Fans an der Strecke, am „Col de Stausacker“ mit mächtigen Beschallungsanlagen und mächtig viel Alkohol am Start, kannte aber keine Pausen.

Im Verlauf des Vormittags wurde das Ziel beim Damen-Team nochmals anspruchsvoller formuliert: man nahm nun auch die vierte Fahrerin aus dem Rennen, die drei schnellsten Mädels kreisten. Als der dritte Platz erreicht war, setzte man alles auf eine Karte. Man fuhr nur noch zu zweit. Die beiden schnellsten – Steffi Felgenhauer und Patrizia Mützel – sollten für das Team die Kohlen aus dem Feuer holen. Der Plan ging knapp auf, der dritte Platz wurde gehalten. Somit konnte man sich über einen tollen dritten Rang und das große Erlebnis der Kelheimer Siegerehrung freuen. Gewonnen wurde die Damenkonkurrenz mit Beteiligung der Vorjahressiegerinnen der Transalp „Schneeweißchen und Rosenrot“, die einen neuen Streckenrekord aufstellten.

Auch bei den Herren war die Konkurrenz hart. Gewonnen wurde das Rennen vom Team rund um den Lokalmatador Stefan Thaller, einigen Teilnehmern bekannt als Bezwinger von Hanka Kupfernagel und Jens Schwedler bei der Tour-Transalp 2010. Die Würzburger finishten auf einem starken 41. Platz im vorderen Drittel der Konkurrenz.

Ein großes Erlebnis, eine tolle Organisation, große Begeisterung entlang der Strecke – zur Nachahmung ausdrücklich empfohlen!!!

Weitere Informationen unter

race-24.de/images/stories/24stunden/presse/2010/race24mzorg.pdf