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24 Stunden von Kelheim in der 15. Auflage

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Was denkt man eigentlich, wenn man sich für ein 24h Rennen anmeldet?

Nichts!

Und das ist gut so. Sonst würde man sich das „kaputtmachen in Etappen“ vielleicht nicht nur wegen eines solchen Pokals antun wollen.

Ist man dann doch dabei und dem Gruppenzwang eines Fünferteams unterworfen, bleibt nichts mehr zur tun, als jede Runde alles zu geben.


RSG Damen
Andrea Eujen, Josephine Lützel, Elisabeth Heide, Monica Michel, Andrea Scharrer


RSG Masters
Ralf Stier, Roger Hagelstein, Jörg Schulz, Harald Scheller, Markus Lützel


RSG A-Team
Peter Ruppert, Martin Kaltdorf, Henning Frankenberger, Mario Rembold, David Boughton


RSG B52s
Klaus Kanski, Andreas Mayer, Stefan Hüttinger, Bernhard Möstel, Jürgen Böhner

Aber von vorn.
Zum legendären 24h Rennen von Kelheim gingen am Samstag (16.7.2011) ganze vier RSG-Teams an den Start. Und mit unseren „Betreuern“ und „Organisatoren“ waren wir eine ganz ordentliche Truppe von knapp 25 Leuten. Das benötigt erst einmal viel Platz. Und so wollten Wohnwagen, RSG-Pavillon, diverse VW-Busse, Klappzeltauto und sonstige PKW einen Platz im Fahrerlager finden. Dank der vielen Hände und der guten Platzwahl von Eugen meisterten wir die Aufgabe „Wagenburg bauen“ gleich mit Bravour. Die Chillout Area mit Klappsesseln und Liegen unterm Zeltdach wurde noch mit Markus‘ Profi-Siebträger-Kaffeemaschine gekrönt, sodass wir in Punkto Koffein nur mit dem Besten vom Besten verwöhnt wurden.

Das Fahrerlager war also perfekt eingerichtet.

Na so konnte es losgehen – und ja, die Aufregung stieg.

Henning lud ein, die Strecke vorab mal in aller Ruhe abzufahren, um später genau zu wissen wo die Kräfte schwinden würden. Das Angebot wurde gerne angenommen, doch beruhigen konnte diese kleine Rundfahrt nicht. „Da geht es ja ordentlich rauf“, „sind 170 Höhenmeter wirklich so viel“, „das soll unter 30 Minuten gefahren werden?“  waren Sätze, die man immer mal hörte.

  Nichtsdestotrotz fanden sich alle Startfahrer pünktlich zum Start um 14:00 Uhr ein. Und dann ging’s los. Die Fahrer hatten abwechselnd einen Rundkurs zu bewältigen, der auf dem Kirchplatz in einem Bierzelt startete. Gleich zog sich die Strecke mit 6-9% Steigung aus dem Donautal hinauf, an der Befreiungshalle vorbei, wieder hinunter und am Fluß entlang zurück bis Kelheim. Nach 17 Kilometern und besagten 170 Höhenmetern wurde dann im Zelt wieder an den nächsten Fahrer übergeben.

 In den ersten Runden galt es eine Gruppe zu finden, mit der man schnell die „Gegenwindstrecke“ in der Ebene überwinden konnte.
Jetzt, da man im Rennen war und die Aufregung nachließ, kam Taktik ins Spiel. So sollte das Ziel sein, mit der Gruppe in die Nacht zu kommen, während der Nacht mit Beleuchtung konstant zu fahren und nichts zu riskieren. Am Vormittag würde dann das Hauen und Stechen der Teams stattfinden, um dann mittags in einem großen Showdown zu Ende gebracht zu werden.

 

Wow. Mehr Taktik als beim Schach – und das schon in der zweiten Runde.
Langer Rede kurzer Sinn, wir hatten es dann genau so gemacht.

Zwischen den Fahrblöcken mussten sich die Fahrer dann auch noch um das leibliche Wohl und die Erholung kümmern. Auch hier wurde mit allen Mitteln gearbeitet. Von Kaffee und Kuchen über Salate mit Brot und Eintopf, bis Schokolade und Gummibärchen war so ziemlich alles dabei, was die Kohlehydratspeicher schnell wieder auffüllt. Dazu gab es dann auch noch ausreichend alkoholfreies Hefeweizen. So konnte man nach der Stärkung schön die Beine (in Stützstrümpfen) hochlegen und auf den nächsten Einsatz warten.

Im Endspurt überlegte sich jedes Team, wie man durch ein anderes Wechselschema der Fahrer vielleicht noch diese oder jene Sekunde herausholen kann. Da die gegnerischen Teams ähnliche Überlegungen anstellten, war damit dann auch wieder das Gleichgewicht hergestellt. Am Ende, nach beeindruckenden letzten Runden aller Fahrer belegten die Teams folgende Plätze:

Platz 2 in der Damenteamwertung:RSG Damen
Platz 4 in der Mastersteamwertung:RSG Masters
Platz 10 in der Herrenteamwertung:RSG A-Team
Platz 20 in der Herrenteamwertung:RSG B52s

Wegen des großen Erfolgs unseres Damenteams nahmen wir noch an der Siegerehrung teil und genossen noch eine Weile die Stimmung im Festzelt. Während der Heimfahrt kam dann doch die Müdikeit durch. So freute sich dann jeder wieder auf das eigene Bett.

Fazit:
Man kann sich zwar vorstellen eine Runde so zu fahren, dass man völlig erschöpft in der Wechselzone ankommt. Das aber ohne Schlaf 10-mal hintereinander zu machen, übersteigt dann doch das, was man so kennt.
Ich kann nur sagen „ja es geht“ und es macht mit so vielen Mitstreitern auch noch riesig Spaß.

auf ein Neues im nächsten Jahr
Peter