Wir könnten heute die Hafenlohrtal-Runde fahren (Mario)
Verfasst von Patrizia am Mo, 12/04/2010 - 21:14
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Vier für Aichach
Würzburger RSG Quartet beim Aichacher Frühjahrsstraßenpreis 2010
von Henning Frankenberger
Die Rennsaison hat begonnen und am vergangenen Sonntag stand ein „Bayerischer Klassiker“ auf dem Programm. Diesmal zog die Karawane ins bayerische Schwaben nahe Augsburg zum Aichacher Frühjahrsstraßenpreis. Vier Fahrerinnen und Fahrer folgten und standen für die RSG Würzburg am Start. Der Kurs in Aichach weist die Besonderheit auf, dass er entweder sachte bis mittelstark ansteigt oder abfällt. Ebene Abschnitte gibt es nicht. Dies macht - zusammen mit den gefahrenen Geschwindigkeiten - die Schwierigkeit des Kurses aus.
Während der Rennen herrschte Klassikerwetter. Mittelstarker Seitenwind, Sonnenschein, Wolken, alle Stunde etwa eine Runde lang ein Hagelschauer, der für eine hübsche weiße Dekoration sorgte – alle Würzburger waren froh alles heil überstanden zu haben und in keinen der zahlreichen Stürze verwickelt gewesen zu sein.
Den Anfang machten Alex Pscheidl und Henning Frankenberger im Rennen der C-Amateure.
Henning musste, nachdem er sich fünf Runden gut gefühlt und vorne im Feld behauptet hatte, in der 6. Runde feststellen, dass seine Kräfte aufgebraucht waren. Er konnte dem rasenden Feld, dass sich von Beginn an aus fast 200 Fahrern bestehend, Runde um Runde deutlich verkleinerte, in einem Anstieg nicht mehr folgen. Reserven weg, das war´s. Alex Pscheidl erlebte nach der 5. Runde ebenfalls eine kleine Krise, konnte sich aber erholen und fuhr das Rennen im nunmehr lediglich 60 Fahrer starken Feld souverän zu Ende. Aus dem abschließenden Spurt des Feldes hielt er sich der Sturzgefahr wegen vornehm zurück.
Als nächster Würzburger startete Niklas Schwarzmann in sein erstes Rennen der U 19-Kategorie. Hier erwarteten ihn neue Übersetzungen, längere Distanzen und vor allem ein „rauerer Wind“ – „Das ist schon was anderes“ so Niklas Schwarzmann nach dem Rennen. Niklas zeigte sich in der ersten Hälfte des Rennens hellwach und stets im Bilde, bis er die entscheidende Tempoverschärfung der beiden Ausreißer und der ersten Gruppe nicht mehr mitgehen konnte. Besonnen fuhr er aber sein Rennen weiter, schmiedete sehr sinnvolle Koalitionen über die Renndistanz um schließlich auf der langen ansteigenden Zielgerade mit einen fulminanten Endspurt einzulaufen und damit sehr zufrieden seinen Einstand bei den U 19-Junioren zu feiern. Schweres Rennen durchgefahren, der Witterung getrotzt, nicht gestürzt. Prima!
Nach den Junioren startete das Elite-Frauen-Rennen. Patrizia Mützel vertrat die Farben der RSG Würzburg. Nachdem sich die ehemalige Cervelo-Test-Team- Fahrerin und spätere Siegerin abgesetzt hatte, war es Patrizias Ziel sich im ersten Feld zu behaupten. Dieses sollte durch Nadelstichtaktik des Team Stuttgart dezimiert werden. Auf Phasen des Bummelns in den Bergabpassagen gab es stets harte Antritte aus den Ecken heraus und über die Kuppen der beiden Anstiege hinweg. Patrizia konnte über die volle Renndistanz mitgehen und zeigte sich stets in den vorderen Reihen der ersten Gruppe. Erst mit dem Endspurt des Rennens hatte sie naturgemäß nichts mehr zu tun. Dennoch war sie glücklich über ihren gelungenen Einstieg in die Rennsaison.











