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Bullau-Bike/Odenwald-Höhenplateau 21.08.11

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Müßte man das Wetter im Odenwald beschreiben: Bullenheiß träfe es wohl am ehesten. Trotz blendender Wettervorhersage wurde das Rennen durch einen Donnerschlag gestartet. Pünktlich zum Start lief der Himmel geradezu über. Regen, Hagel, Blitz und Donner beendeten die tropische Witterung. Innerhalb von Sekunden siffte das Wasser aus Schuhen und Trikot und kühlte die hitzigen Gemüter. Aber davon ließ sich keiner der RSGler schrecken. Schließlich stand eine landschaftlich schöne Runde von 63km und 1500hm kreuz und quer durch den Odenwald bei Erbach an. Drücken war nicht drin. Alle fünf hatten die Marathondistanz gewählt. Es ging über Singletrails, welche sich zwar wiederholten, aber immer wieder aus unterschiedlichen Richtungen angefahren wurden. Im ersten Durchlauf quetschten sich sämtliche Starter im Gänsemarsch durch. Überholen war nicht. Im weiteren Streckenverlauf zog aber eben dieser Umstand das Feld extrem auseinander. Von Schotter bis Waldweg und Pfad war alles dabei. Das Odenwad-Höhenplateau zeigte sich abwechslungsreich. Im Zielbereich ging es über, später unter einer steilen Holzbrücke durch, die über triefend nassen Wiesenmatsch erreicht wurde. Hasendraht sorgte für den nötigen Grip. Trotz gewöhnlicher Streckendaten stellte sich das Auf und Ab der kurzen Anstiege als recht anstrengend heraus. Über weite Strecken war man Einzelkämpfer. Windschattenfahren fiel meistens flach. Ein Moralbrecher war der durchgematschte Wildsausteig, der selbstverständlich von fast allen „weggedrückt“ wurde ;-)  Der Name ist Programm! Jeglicher Kommentar erübrigt sich.

Die Devise war dann doch wieder „Vollgas!“. Gunther raste mit 2:40:07 als Erster der Sen 2 ins Ziel und errang das erste Mal ein Platz auf dem Treppchen.

Dicht gefolgt von Michael Sauer, welcher mit 02:44:31 die Sen 3 regelrecht degradierte und diese „ne lockere halbe Stunde“ auf Distanz hielt. Auch hier Platz 1!

Erik Heilmann finishte im ersten Drittel der zahlreichen Sen 1 mit 03:17:13. Somit war schon fast ein kleiner Fanclub an der Zielgerade als Christina Schenk mit 03:40:23 als 3. der Sen 1 weiblich

und Claudia Elsner-Kunze mit 03:53:44 auf ebendiese einbogen. Petra und Holger Adler waren zur mentalen Unterstützung extra angereist

Bei der Siegerehrung stellte sich heraus, dass Michael Sauer NICHT auf´s Treppchen gerufen wurde… Häääh…??? Nach einiger Diskussion mit der Rennleitung war klar (oder auch nicht…)......

Michael war die Strecke so schnell abgefahren, dass dies den Organisatoren schlicht suspekt war: Das war in DER Altersklasse  ;-)  nur mit unlauteren Mitteln möglich! 37 Minuten Vorsprung sind ja nicht weg zu diskutieren. Also hatten sie Michael einfach aus der Wertung gestrichen. Nach einigem Ringen erhielt Michael doch noch seine Ehrung:

Auch auf dem Papier wurde es korrigiert. Die Leitung hatte eben nicht bedacht, dass er 3 Wochen nach der Craft Transalp in der sogenannten Form seines Lebens war.

Mit einem Treppchen-Triple und auch so ein gelungenes Rennwochenende im Odenwald.