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Fazit: Strahlend

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RSG-Nachwuchsrennsportler bei den Bayerischen Meisterschaften mit zunehmend Oberwasser – Hartmanns Belohnung für Mühen: überzeugender Dritter auf der Straße
 
(Janina Seyler) Für eine kurze Anreise und dankenswerterweise kleinen organisatorischen Aufwand sorgten die diesjährigen Bayerischen Meisterschaften im Radsport im unweiten Karlburg (EZF) und Karbach (Straße). So stand vor allem das Traditionsrennen „Main-Spessart-Rundfahrt“ am Sonntag nicht nur für sportliche Höchstleistungen, sondern kürte auch diejenige schnellsten Fahrer jeweils zu dem Bayerischen Meister ihrer Altersklasse.
Bereits für das samstägliche Zeitfahren in Karlburg hatten sich vor allem die Jugend- und Juniorenfahrer der RSG Würzburg einiges vorgenommen: Zeitfahrtraining, Zeitfahrmaterial, Lenkerauflieger, Scheibenräder und vieles mehr. Nach knapp einer Woche Wärme und Sonnenschein sorgte dann am Renntag pünktlich kühles Wetter für die nicht unbedingt erwünschte Abkühlung. Die Ergebnisse für die RSG aber waren nicht wirklich „verregnet“. So steuerte Sabrina Schulz einen 5. Rang bei den Schülerinnen bei; die Jugendfahrer Nils Beese, Lukas Belger und Gabriel Herrmann erfuhren sich die Plätze 18., 27. und 32.; bei den Junioren Dominic Schulz und Niklas Schwarzmann ging es noch ein Stückchen weiter nach vorne auf die Ränge 15. und 17. Nur ganz knapp und ganz weit nach vorne „spülte“ es den Würzburger Junior Andreas Hartmann: mit nur einer Sekunde auf Franken-Teamkollegen und Sportfreund Jan Wälzlein (Herpersdorf) verfehlte er das Podest, war aber dennoch mit dem vierten Platz als jüngerer Jahrgang ganz zufrieden.
 
Ebenso sportlich und mit etwas beständigerem Wetter ging es dann am Sonntag um den begehrten Straßentitel im Radsport: Rennen in Karbach über Plattenwege, ziehende Anstiege, kurvige Abfahrten. Den Auftakt machte im Reigen der Medaillenrennen der „jüngste“ im Team Julius Hornisch bei den Hobbys. Auf zwei kurzen Runden in Karbach lag er nach der ersten noch auf den dritten Platz, mobilisierte dann noch einmal alles und kurbelte sich in Siegermanier als erster dem Ziel entgegen. Glückwunsch zum gelungenen Einstand. Eben fast so „jung“ die Frauenfraktion der RSG Sabrina Schulz mit ihrem 6. Platz bei den Schülerinnen.
 
Unmittelbar danach folgten den Junioren auch die Jugendfahrer auf die Strecke. Während sich die Würzburger Jugendfahrer Hellmund und Belger unglücklicherweise selbst aus einem Lapsus heraus abräumten, Herrmann leider zurückfiel, zeigte Nils Beese eine engagierte Fahrweise mit zahlreichen Attacken und einem schließlich hart verdienten 11. Gesamtrang. Noch etwas schneller ging es bei den Junioren über fünf Runden zu: Niklas Schwarzmann musste bereits am ersten Anstieg kurzzeitig abreißen lassen, fuhr aber mit einer tollen Energieleistung wieder zurück ins Feld; das kostete aber Körner und so zogen ihm die folgenden kleinen Stiche allmählich leider den Zahn. Verbleibend im Juniorenfeld Dominic Schulz und Andreas Hartmann für die RSG Würzburg. Schulz schlug sich dort tatsächlich auch beachtlich, blieb hartnäckig dabei und konnte sich am Rennende und in einem gehörig dezimierten Restfeld über einen 14. Rang freuen. Hartmann war während des gesamten Rennens hoch aufmerksam, ließ zunächst zwei Ausreißer fahren und blies dann schließlich in der dritten Runde mit einer Attacke zum finalen Angriff. Damit zog er zum einen das gesamte Juniorenfeld auseinander, zum anderen schaffte er mit fünf weiteren Fahrern den Aufschluss zur Spitze und setzte sich schlussendlich mit zwei Konkurrenten (Fricke und Spensberger) in einer Ausreißergruppe fest. Diese ließ das Feld auch fahren und so war das Podest schon vergeben; einzig ungewiss die Platzierungen. Um jeglichen Sprintentscheidungen aus dem Weg zu gehen, setzte Spensberger am letzten Karbacher Anstieg den finalen Angriff, riss ein Loch auf, das die beiden Konkurrenten – trotz vielfacher Versuche – nicht mehr schließen konnten. Von hinten drohten keine aufholenden Fahrer, so gab es schließlich eine gemeinsame Fahrt Richtung Ziel, einen kurzen Handshake für die Zusammenarbeit bei ca. 2000 Metern und zuletzt einen starken Sprint, in dem Hartmann verdient und nur mit einem Meter Rückstand dritter Bayerischer Meister wurde.
 
Belohnung: Podest, Strahlender Sieger, Anstoßen nach dem Rennen, entspannter Abend und nun eine Woche renn- und (fast) trainingsfrei.