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Hitze(ge)schlachtet

U17er Beese in Altenkunstadt auf dem Ehrenplatz – Wernecker Rennen in großer Hitze
 
(Janina Seyler) Was lange währt wird endlich gut! Nach fleißigem Training, großen Erwartungen und einigen unglücklichen Stürzen aus zu großer Angriffslust konnte Jugendfahrer der Radsportgemeinschaft Würzburg Nils Beese nun endlich sein erstes Achtungsergebnis mit dem Ehrenplatz beim Altenkunstädter Abendkriterium am Samstag, 3.7. 2010 einfahren. Nach wie erwähnt zahlreichen verpassten Chancen und immer wieder zwangsweise eingelegten Rennpausen durch Sturz, Verletzung und Raddefekten konnte der U17er seine motivierten Trainingsleistungen bestätigen und seine Form beim schnellen oberfränkischen Rundenwirbel umsetzen. Knapp hinter ihm – nämlich auf dem 6. Gesamtrang des Jugendrennens – landete der ebenso Würzburger Gabriel Herrmann sein erstes zählbares Saisonergebnis.
 
Nils Beese in Altenkunstadt
 
Ein Wochenende später – am eben zurückliegenden – gestaltete sich die Rennplanung mit der glücklich-kurzen Anfahrt zum Straßenrennen in Werneck einfach und recht entspannt. Einzig wenig entspannt war das Wetter, das die Sportlerinnen und Sportler sowohl beim Rundstreckenrennen am Samstag als auch beim Straßenrennen am Sonntag mit heißen Temperaturen, knalliger Sonneneinstrahlung und wenig kühlender Luft malträtierte. Diesen heißen Tatsachen zollten die Radathleten so Tribut, indem das Renntempos zwar nicht langsam, aber doch „entspannt“ angelegt wurde und – zumindest beim Rennen der Elite – vergleichsweise viele Fahrer das Ziel nicht sahen und etwas früher vom Rad stiegen.
 
Nicht so zunächst die U15 Schülerin Sabrina Schulz. Sie startete mit den Mädeln über 3 große Runden rund um den Wernecker Ortsteil Vasbühl. Der Tempoverschärfung in der zweiten Runde konnte sie aufgrund ihres nun abklingenden Infekts aber (noch) nicht standhalten, beendete aber ihr Rennen über die volle Distanz. Bei Nils Beese, dem Würzburger U17er mit neuer Motivation aus dem letzten Wochenende, waren die Ambitionen nun etwas höher gesteckt. Er zeigte sich während des Rennens aufmerksam und leistungsbereit. Lediglich den Spurt hat er dann „verzockt“, indem er auf der nicht zu unterschätzenden Zielgeraden die Nase etwas zu früh in den Wind gereckt hatte. Ergebnis: Er bekam Vorderluft, wurde übersprintet und dann kam der „Moralische“, sodass er – recht entnervt – zwar in Schlagdistanz, aber eben im großen Feld über die Ziellinie rollte.
 
Bei dem Juniorenfahrer Andreas Hartmann waren nach überstandener Abschlussprüfung und kurzer Zwischenpause nach von vielen hochwertigen Renneinsätzen ziemlich ausgesaugten Muskeln die Erwartungen diesmal gedämpfter. Im Trikot des Teams Franken wollte man versuchen, den Lokalmatador Wernecks, Garbiel Ossyra, in eine möglichst gute Position zu fahren. Die Teamtaktik schien auch aufzugehen: Das Team Franken kontrollierte das Rennen von Beginn an; als sich eine Ausreißergruppe bildete, schickte man den fränkischen „Wachhund“ Julian Schneider mit; kurz darauf attackierte der Nürnberger Tim Winkler – ebenso Franke – und damit war das Rennen dann gegessen. Niemand aus dem verbleibenden Feld konnte oder wollte die Lücke nach vorne schließen, sodass der Spitzenreiter schnell über drei Minuten Vorsprung herausgefahren hatte. Das Feld sprintete schließlich noch um die Plätze – damit aber hatte Andreas Hartmann, der während des Rennens aufmerksam und im mannschaftlichen Dienst gefahren war, im großen Feld nichts mehr zu tun. Er rollte nach einem geglückten Renn(wieder)einstand in den verdienten Feierabend.