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Männlich dominierte Gruppe bei Gluthitze in Lana

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15 von 18 unerschrockenen RSGlern erreichten bei 40°C im Schatten die Alpenhochburg Lana im schönen Südtirol. Die herzliche Gastmutti des idyllisch gelegenen Hotels am Anstieg des Gampenpasses las den radelnden Gästen jeden Frühstückswunsch von den Augen ab.
Regelmäßige Poolparties mit Blick über Lana und Blackroll-Einheiten zum ausgleichenden Faszientraining rundeten die Abende ab.
Unsere dreiköpfige – bereits leicht erschöpfte – Vorhut hatte in den Tagen zuvor ganze Arbeit geleistet und einen Gourmettempel ausfindig gemacht, der Radfahrerherzen höher schlagen ließ. So wurden unsere hungrigen Bäuche täglich mit allerlei italienischen und südtiroler Köstlichkeiten zufrieden gestellt und die Kohlenhydratspeicher für den nächsten Tag aufgefüllt.
Radgefahren sind wir übrigens auch noch! Im Schnitt in drei Tagen ca. 400 km und 7.000 Hm. Separatistengruppen nutzen gar den Abreisetag noch, um die Anzahl der Höhenmeter auf über 10.000 zu steigern.
Trotz der hochsommerlichen Temperaturen fanden sich zahlreiche Brunnen, die zur Nierenspülung beitrugen und so konnten wir Gampen-, Mendel- und Jaufenpass sowie das Penserjoch erklimmen. Die langen Anstiege wurden dabei von Live-Technomusik sponsored by Cannondale musikalisch umrahmt. Der Versuch, mit dem Verzehr von Wassereis das Tretlager zu schmieren, war nicht von Erfolg gekrönt. Aber immerhin brachte es dem Fahrer die nötige Schmierung.
Als die Gruppe am Freitag bei aufziehendem Gewitter die falsche Richtung einschlug, konnte eine unbeabsichtigte Verlängerung der Königsetappe durch einen pfiffigen Pfadfinder gerade noch verhindert werden. Dank seiner geografischen Kenntnisse erkannte er rechtzeitig, dass die Etsch neben uns irgendwie in die falsche Richtung floss und leitete ein sofortiges Wendemanöver ein.
Bei Sturmböen und einsetzendem Regen outete sich ein mitfahrender Lutscher als Local, versprach eine Abkürzung und wurde sogleich als Windschild genutzt (GPS-Daten, die im Nachhinein zur Rate gezogen wurden, zeigten, dass sich die Abkürzung wohl auf wenige 100m beschränkte, dafür aber wohl direkt vor der Haustür des Locals endete). Energiegeladen wie jeden Abend (dem gut sortierten Supermarkt in Bozen sei Dank) gingen wir den Schlussanstieg von 500 Hm zu unserem Hotel an und freuten uns, dem schlimmsten Unwetter entgangen zu sein.
Wir könnten an dieser Stelle noch auf Bienenstiche und deren unterschiedliche Auswirkungen auf den menschlichen Organismus eingehen, aber stattdessen wollen wir hier enden und lediglich auf die Grobplanung für das nächste Jahr hinweisen.
Die Veranstaltung schreit definitiv nach einer Wiederholung. Interessensbekundungen können gerne bei Mira abgegeben werden.
Gerüchten zufolge soll es in die Dolomiten gehen.
(Text: Vanessa, lotte74)