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Münsterlandgiro

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Am Tag der deutschen Einheit fand, wie jedes Jahr, der noch recht junge Sparkassen Münsterland Giro statt. Auch Malte Ohlmeier nahm zum dritten Mal Teil und vertrat dabei unsere RSG Würzburg. Es galt 110 flache Kilometer zu bewältigen, die dieses Jahr zum ersten Mal mit einer Bergwertung im Teutoburger Wald gespickt waren.

Der Startschuss im Block "A" fiel um 8.30 Uhr. Von nun an wurde kontinuierlich Tempo gemacht. Verschiedene Jedermann Teams wechselten sich mit der Führung ab und auch ich arbeitete an dem 40er Schnitt tatkräftig mit. Bis zum Teutoburger Wald verlief das Rennen recht unspektakulär: bei streckenweise dichtem Nebel hatte man manchmal das Gefühl, dass der richtige Renncharakter noch im Bett geblieben war.
Dies änderte sich, als es auf die Bergwertung zuging: ich hatte mich unter die ersten 10 Fahrer gearbeitet. Als kleine Gruppe kamen wir also oben an und versuchten uns abzusetzen. Leider währte unser Vorsprung nicht lang, denn bereits in der nächsten Abfahrt wurden wir gefangen.
Da wir uns von nun an auf dem Rückweg nach Münster befanden, brach das eigentliche Rennen aus: es wurde hektischer, das Tempo lag immer um 42 km/h und ich habe leider ein paar Stürtze mitbekommen, in die ich glücklicherweise nie involviert war. Mittlerweile hatte der nach uns gestartete Block "B" zu uns aufgeschlossen, was wohl die Quittung der morgendlichen Ruhe war. Das nun übergroße Feld raste über breite Landstraßen und durch enge Kurven des Münsterlandes. Auch ein paar abgehangene Lizenzfahrer, die vor uns gestartet waren, stießen zu uns und leisteten Tempoarbeit.
Als es auf die münsteraner Innenstadt zuging, brodelte das Feld. Diejenigen, die im Wind fuhren (mich eingeschlossen), wurden von den dahinter Fahrenden zu Geschwindigkeiten bis 50 km/h getrieben. Bereits jetzt betrug mein Puls über 190 bpm. Als es auf die Zielgerade zuging, wurden wir vorne von einer Horde Sprintern überrumpelt, bei denen jede Gegenwehr zwecklos war. Trotz einer Endgeschwindigkeit von 62 km/h und einem Puls von 200 bpm wurde ich vom ca. 5. auf den 39. Platz durchgereicht.

Insgesamt bin ich mit dem Resultat sehr zufrieden. Obwohl ich im Vergleich zum letzten Start schlechter abgeschnitten habe, freue ich mich, nicht gestürtzt zu sein und voll auf meine Kosten gekommen zu sein: die Lunge schmerzte, der Maximalpuls war erreicht; was will man also mehr?! Die Sturtzgefahr wurde mir später noch einmal bewusst, als ich einen bitter dreinblickenden Fahrer sah, der mit aufgeschürften Ellenbogen vor seinem mittig gebrochenen "Isaac Impulse" saß.

Schöne, sportliche Grüße und einen guten Saisonausklang wünscht

Malte Ohlmeier