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RSG-Radlerkleidung im Wandel der Zeit

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Die Haute Couture der RSG durchlief eine stetige Evolution -
Pret a Porter erläutert von Hugh Cairns

Im Verlaufe der Jahre hatten wir schon einige Trikots, manche haben mir mehr gefallen, andere weniger … zu der Entstehung des Vereins und zum ersten Trikot hatte ich schon einen Beitrag für die Homepage geschrieben, und für diejenigen, die meinen kleinen Vortrag auf dem Trainingslager nicht miterleben konnten, hier ein paar Worte zu den einzelnen Modellen:

 Dies war unser erstes Trikot überhaupt. Der Prototyp hatte eine ganz normale Beschriftung, "gerade" Großbuchstaben. Dies hat mir ganz gut gefallen, aber einem anderen Vereinsmitglied war es zu einfach und er hat diese geschwungene Version erstellt. Mir persönlich hat es nicht so gefallen, aber ich wurde überstimmt. Ansonsten war das Trikot - wie alle anderen damals - aus Wolle, auch im Sommer gar nicht so unangenehm. Natürlich gab es auch die Version mit kurzen Ärmeln. Die nicht passende Farbe von "Würzburg" war übrigens meinem schlechten Italienisch zu verdanken, ich hatte gesagt, "Würzburg" sollte rot sein, also nicht schwarz, und der Hersteller hat es so gemacht … die nächste Lieferung war dann aber richtig.

 

Dies war unser zweites Trikot und das erste in den neuen Materialien, die damals gerade aufkamen. Diese Materialien waren trotzdem weit weg von dem, was wir heute kennen. Während die Feuchtigkeitsabfuhr einigermaßen funktionierte, wurde das Trikot beim Tragen immer weiter, die Sachen in den hinteren Taschen zogen die Trikots hinten immer tiefer bis ins Gesäß, und beim Bergauffahren aus dem Sattel schwang alles hinten von links nach rechts und wieder zurück; es sah von hinten recht lustig aus. Sonst war die Beschriftung das Ergebnis grafischer Bemühungen durch mich und einer Bekannten, die glücklicherweise etwas mehr Ahnung hatte als ich.

 

Dieses Trikot wurde zu einem der bekanntesten und beliebtesten Trikots unseres Vereins überhaupt. Unser Lieferant hier war Radsport Petermann in Emmendingen. Die Beschriftung übernahmen wir von dem letzten Trikot, und die Farben der Stadt Würzburg kamen wunderbar heraus. Auch die Qualität überzeugte - der Sitz war einwandfrei, der Stoff kam nahe an das, was wir heute von einem Trikot erwarten, und gelegentlich sieht man dieses Trikot immer noch in und um Würzburg!

Auch dieses Trikot war sehr beliebt, auch wegen der Verkehrssicherheit (es war SEHR auffällig), war aber relativ kurz "im Angebot". Hier war der Stoff das Allerneueste, was es damals gab, und auf dem Rücken trugen wir zum ersten Male Werbung (für die Würzburger Hofbräu). Mit diesem Trikot sind wir das erste Mal zur Partnerstadt Suhl über die damals gerade geöffneten Grenze gefahren.

Dies ist glaube ich das einzige Trikot in der Vereinsgeschichte, das ich nicht persönlich getragen habe, ist irgendwie an mir vorbeigegangen. Dies ist eigentlich das Trikot der italienischen Mannschaft "Ariostea", das damals auch in Deutschland recht bekannt und beliebt wurde, weil der deutsche Fahrer Rolf Gölz recht erfolgreich für diese Mannschaft (mit dem damaligen Weltmeister Moreno Argentin) gefahren ist. Die Werbung stammt aber auf jeden Fall aus Würzburg!

 

Dies war das nächste Trikot in unserer Hitparade. Jetzt sind aber moderne Zeiten angebrochen, auch dieses Trikot sieht man ab und zu, der Stoff ist vom allerfeinsten, und, wie man sieht, auch damals schon die Option eines durchgehenden Reißverschlusses.


 

Jetzt sind wir fast am heutigen Tag gelangt … dies ist unser vorletztes Trikot, schicke Farbgebung, viel Werbung, durchgehender Reißverschluss, und von den Materialeigenschaften eigentlich das Nonplusultra. Ich denke, wir haben alle noch dieses Modell im Schrank hängen!

 

Dies ist also ein kleiner Rückblick in die Vereinsgeschichte, aus einem etwas anderen Blickwinkel diesmal, nämlich aus der Sicht der sich verändernden Mode und Materialtechnik. Wie werden wohl die Trikots in 30 Jahren aussehen? Lasst Euch etwas einfallen!

 Cheers, Hugh