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RSG rockt den Biebergrund Bike Marathon 2011

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von Gunther Kunze

9 MTBler waren am 28. August 2011 für die RSG beim 8. Biebergrund Bike Marathon des RFC Freilauf Rossbach auf drei unterschiedlichen Strecken am Start

 

Im hessichen Rossbach fand am 28.08.2011 der 8. Biebergrund-Bike-Marathon statt. Mit drei Strecken (kurz: 38 km/950 Hm, mittel: 62 km/1750 Hm und lang: 100 km/2700 Hm) boten die Hessen ein breites Spektrum an sportlicher Herausforderung für die RSG-MTBler Christina Schenk, Erik Heilmann, Dominik Schulz, Daniel Krämer, Claudia Elsner-Kunze, Petra Adler, Michael, Steff Zappe und Gunther Kunze.

Der Startschuss für die 100 km Langstrecke (Kombi aus Kurz- und Mittelstrecke) erfolgte bereits um 09.00 Uhr. Für Michael, Gunther und Steff, der pünktlichst an der Startlinie erschien, hieß es den Kreislauf in Schwung und die Beine warm zu bekommen, obwohl der Biorhythmus am Sonntag Morgen eine deutlich andere Spreche spricht; eher nach frischen Brötchen und heißem Kaffee verlangt als nach Riegel und „quäl dich du Sau“.

Kurz nach dem Start, wenn der Puls auf der Anzeige des Bikecomputers dem Maximalwert entgegen steigt fragt das kleine Teufelchen in dir hämisch: „wie willst du das eigentlich fünf Stunden durchhalten?“ Viele im Feld sind dafür „mitten in der Nacht“ aufgestanden, um sich 100 km weit mit einem Puls von 150 + X über unendlich scheinende Schotterpisten und steile Waldwege 2.700 m hinauf zu quälen und schwierige Trails hinunter zu donnern. 100 km durch unbewohnt scheinendes hessisches Terrain. Es sind gerade mal 100 Hm geschafft und eigentlich bin ich schon platt. Ich hoffe nur, dass sich irgendwann auf den verbleibenden 95 km und 2.600 Hm der Spaßfaktor einstellt und wenn es erst an der Ziellinie ist. Jetzt heißt es dieses kleine Teufelchen zum Schweigen zu bringen; Druck aufs Pedal und weiter beißen, bis sich das Feld endgültig sortiert hat und jeder seinen Rhythmus und seinen Platz in der Meute gefunden hat.

Jeder Kilometer Strecke im Biebergrund machte klar, dass es nicht nur eine konditionelle, sondern auch eine technische Herausforderung sein würde, heil im Ziel anzukommen. Unwetterartige Regenfälle in der Woche vor dem Rennen hatten die Wiesen- und Bachdurchfahrten teilweise in Matsch- und Morastseen, die mit schwierigen Trails gespickte Pisten in Waldrutschbahnen verwandelt, die nur mit viel Geschick und gutem Gleichgewichtssinn ohne Sturz überwunden werden konnten.

Bereits eine viertel Stunde nach der Langdistanz wurden Claudia, Erik und Daniel, die drei Starter der RSG auf die Mittelstrecke auf die 62 km und 1750 Hm geschickt. Nicht weniger technisch und erschwerend kam für die Mittelstreckler dazu, dass die beiden Bachdurchfahrten, die matschigen Wiesen und die nassen Trails von den 56 Langstrecklern mit den Racing Ralphs und Nobby Nics bereits umgepflügt waren. So wurde den Mittelstrecklern zum Beispiel die zweite Bachdurchfahrt von den Ordnern aufgrund der Unfallgefahr nur noch schiebend erlaubt.

Um 09:45 Uhr ertönte der Startschuss für die Kurzstrecke mit 38 km und 950 Hm. Zwischendurch laufen beide Strecken kurz parallel, um sich an einem alten Waldgasthaus wieder voneinander zu verabschieden und bilden zusammen die Langstrecke. Christina, Petra und Dominic gingen auf die Sprintstrecke.

Zur Strecke ist zu sagen, dass die Veranstalter trotz der Nässe und den dadurch entstandenen schweren Bodenverhältnissen gute Arbeit geleistet haben. Zwei schöne, mit technischen Herausforderungen gespickte Runden, gut ausgestattete Verpflegungsstationen, motivierte Helfer und sehr gute Beschilderung, vor allem an den Gefahrenstellen, ermöglichten es allen Würzburger Fahrerinnen und Fahrern heil anzukommen. Steff musste sein Karbon-Schnittchen einmal neu auf den Trail ausrichten, nachdem sein Vorderrad im Matsch nicht um einen Begrenzungspfosten herumfahren wollte und er unfreiwillig absteigen musste. Ich hatte bei km 45 eine etwas brenzligere Situation zu überstehen. Ein Lizenzfahrer-Jungspund hatte eine lange Schotterpistenabfahrt zur Windschattenfahrt genutzt, dabei aber eine 45 Grad Linkskurve in den folgenden Trail zu spät mitbekommen. Im Matsch konnte er nicht mehr abbremsen und versuchte deshalb links an mir vorbei zu kommen. Das Überholmanöver war aufgrund der Kurvensituation aber so knapp bemessen, dass er bei mir am Lenker einfädelte und mein Bike dadurch abrupt nach rechts lenkte. Ich hatte meine 82 kg aber auf die Linkskurve ausgerichtet und so ließ sich ein Trennung von Rad und Fahrer in der Eile nicht vermeiden; ich landete ungebremst Kopf über im Morast der Linkskurve. Nach einem kurzen Check des Humankapitals (leichte Schürfwunden an Knie, Hüfte und Schulter und ein wenig Wackelpudding in den Beinen und im Hals) schien doch alles noch ohne größere Einschränkungen funktionstüchtig zu sein. Der Unfallfahrer hatte wenigstens gewartet, mein Bike gecheckt, die Fahrtüchtigkeit überprüft und wieder hergestellt.

Christina wurde von einem Biker an einer verwurzelten Rampe so geschnitten, dass auch sie kurz vom Bike musste, aber das Rennen auch ohne Verletzungen und ohne technische Beeinträchtigungen am Bike fortsetzen konte.

Alle anderen RSGler kamen ohne Stürze gut durch die Strecke.

Nach den anspruchsvollen Wegen durch die hessischen Wälder und Wiesen konnten die RSGler mit unserem Joungster Dominik und seiner Zeit von 1:28:19 auf der Kurzstrecke einen Sieg in der U19-Klasse feiern. Gefolgt von Petra mit 1:56:55 und Christina mit 1:59:42 die damit in ihren Altersklassen die Plätze 4 und 5 belegten. Auf der Mittelstrecke kam Daniel und Erik mit 2:51:28 und 3:58:07 durch den Zielbogen (Platz 4 und 32 in den AKs) und Claudia folgte mit 4:15:00 und Platz 3 beim den Seniorinnen II.

Auf der Langdistanz konnte Gunther mit 4:55:35 einen 5. Platz unter den Senioren II einfahren, dicht gefolgt von Steff mit 5:04:32 und einem 34. Platz im Senioren I Feld. Das Senioren-Top-Resultat holte Michael Sauer auf der Langdistanz, der mit 5:27:12 den 2. Platz, Senioren III landete.

Im Ziel waren alle Starterinnen und Starter froh, heil aus dem Parcour zurück zu sein und mit den genannten Platzierungen konnten wir bei einem stark besetzten Starterfeld zufrieden sein. Kurios war es bei der Siegerehrung wieder bei Michael Sauer. Nachdem er beim letzten Mal in Bullau (siehe Bericht) aufgrund eines Fehlers des Veranstalters die Ehrung für seinen ersten Platz erst nach Reklamationen seiner Teamkollegen erhielt, hatte er dieses mal gar nicht auf die Ergebnislisten geschaut und war sehr überrascht, als er bei den Senioren III, Langstrecke, aufs Treppchen zitiert wurde, um den Preis für seinen 2. Platz entgegen zu nehmen.

Einen kleinen Wehrmutstropfen gab es aber auch bei dieser Siegerehrung zu schlucken. Claudia wurde in den Ergebnislisten des Tages als Viertplatzierte, Seniorinnen II geführt. Nach dem später veröffentlichten offiziellen Endergebnis belegte sie aber den 3. Platz, mit nur 30 Sekunden Rückstand auf Platz 2!

 

Alles in allem hat es Spaß gemacht mit vielen Gleichgesinnten aus der RSG an den Start zu gehen ................ ich freue mich schon auf nächstes Jahr, wenn wir wieder den Biebergrund rocken.

Nur dann ohne die Lizenz-Windschatten-Fahrer, die halte ich mir von diesem Rennen an vom Hals, man lernt doch immer wieder was dazu.

 

Kurzstrecke 38km 950hm

4 Dominic Schulz RSG Würzburg 1993 m 4 Junioren  U 19  1  1:28:19     

75  Petra Adler   RSG Würzburg   1971   w   7    Senioren 1   4    1:56:55

94 Christina Schenk  RSG Würzburg  1977  w 8  Senioren 1  5   1:59:42

 

Mittelstrecke 62km 1750hm

4 Dominik Ziegler FXsports /SG Sparkasse Mainfranken Würzb 1991 m 4U 232  2:51:24

5  Daniel Krämer   RSG Würzburg  1991  m 5  233  2:51:28

118 Erik Heilmann RSG Würzburg  1975  m  111    Senioren 1  32  3:58:07

147 Claudia Elsner-Kunze  RSG Würzburg  1963  w  13  Senioren 2  3  4:15:00  2550

 

Langdistanz  100km 2700hm

9 Janosch Bühler RV Viktoria Wombach 1987 m 9 Herren 4 4:19:50

30 Gunther KunzeRSG Würzburg  1967 m 30 Senioren 2  5 04:55:35

35 Stefan Zappe RSG Würzburg 1976 m 34  Senioren 1 05:04:32

46 Michael Sauer RSG Würzburg 1960 m 45 Senioren 3  05:27:12