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Wiesbadener City-Kriterium

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Wilhelm gibt Einstand nach langer Rennpause, Schwarzmeier im Sturzpech

In der schönen Innenstadt Wiesbadens fand am vergangenen Sonntag das Wiesbadener City-Kriterium statt. Felix Schwarzmeier und Felix Wilhelm präsentierten dabei die Farben der RSG Würzburg im Rennen der C-Klasse. 65 Runden waren auf dem 950 Meter langen Rundkurs mit fahrtechnisch anspruchsvollen Kurven und Kopfsteinpflaster zu fahren. Ein Hauch von Flandern und Paris-Roubaix lag somit in der Luft, jedenfalls vermittelte der raue Straßenbelag eine leise Idee davon, wie sich Profis nach 260 Kilometern über teilweise übelstes Pavé fühlen müssen. Das Pflaster und die vielen Bremsmanöver trugen in einem Rennen in Unterlenkerhaltung dazu bei, dass die Hände schon mal zu krampfen anfingen.
 
Schwarzmeier präsentierte sich während des ersten Drittels des Rennens offensiver als Wilhelm, der nach seiner Rennpause lange brauchte, um sich im schnell bewegenden Fahrerfeld zu Recht zu finden. Wilhelm, der bei jeder der 65 Durchfahrten einer bestimmten Kurve nach erfolgreichem Absolvieren der selbigen in ganzen Stücken gedanklich auf Holz klopfte, fand seine Befürchtungen, irgendwann im Absperrgitter zu landen, durch einen Sturz von Schwarzmeier tragischerweise bestätigt. Tapete ab, Rennen beendet. Schlimmeres ist jedoch nicht passiert, nach dem Rennen konnte Schwarzmeier auch schon wieder lachen.
 
Wilhelm, der mit dem Rennverlauf zunehmend besser ins Rennen kam, konnte nach der frühen Wegfahrt einer neun Mann starken Spitzengruppe und ob taktischen Ungeschicks nicht mehr in den Kampf um die ersten zehn Plätze eingreifen. Während die Spitzengruppe ungefährdet Prämien und Punkte unter sich ausmachte und Teamkollegen der Spitzenfahrer im Hauptfeld jegliche Fluchtversuche und Nachführarbeit zu unterbinden wussten, versuchte Wilhelm immer wieder die Aufholjagd durch Führungen des Hauptfeldes zu animieren. Aus taktischen Erwägungen heraus wäre ein Schonen der Kräfte für den Zeitpunkt des auf dem kurzen Kurs wahrscheinlichen Rundengewinns der Spitzengruppe und den daran anschließenden neu eröffneten Kampf um Punkte und Prämien jedoch klüger gewesen. So war nur noch ein bitterer Platz vier bei einer dreifachen Barprämie drin.
 
Felix Wilhelm macht das Tempo im Hauptfeld (Bild: Thomas Laut – www.suedhessenfotos.de).
 
Nach einer guten Leistung im schönen Straßenrennen der Vereinsmeisterschaft am Vortag darf man doch resümieren, dass auch am Tag danach die Beine der beiden Felixe gut waren. Jetzt gilt es, insbesondere für Felix Schwarzmeier, sich gut zu erholen und in den nächsten Rennen alles dafür zu tun, dass die gute Form auch Niederschlag in den Ergebnislisten findet.